Exit

Ich freue mich ja grundsätzlich über Updates. Erst recht, wenn sie Fehler beheben. Und vor allem, wenn sie RECHTZEITIG bei mir eintrudeln. Und nicht erst, wenn es ZU SPÄT ist…

ARGH!

»Ey, was ist los. Was regst du dich so auf?« – Kann ich dir sagen. Ich stehe da so frohen Mutes an der Startlinie des Kassel Marathons und bin bereit für meine größte Herausforderung seit … ähm, egal. Kurz gesagt – ich will einen Halbmarathon laufen. Nicht der erste von der Distanz, aber der erste unter Wettkampfbedingungen und mit der Aussicht auf meine persönliche Bestzeit, da flache Strecke, Adrenalin und so. Ihr wisst Bescheid.

Vor dem Startschuss checke ich noch den GPS-Empfang meiner Garmin Forerunner 220. Alles im grünen Bereich. Kann also losgehen. Doch nach den ersten Metern im Getümmel meint das gute Stück Hightec in den Pausen-Modus zu verfallen. Den braucht man, wenn man unterwegs mal anhält – zum Pinkeln oder zum Instagramen. Ihr wisst Bescheid.

Das Problem war: ich lief. Die Uhr nicht. Alter Sack, 46 Jahre alt – funktioniert. Neue Uhr, wenige Wochen alt – defekt. Könnt ihr euch vorstellen, was die ersten paar Kilometer in mir vorging? Scheisse, mit der Scheisse!

Gott sei Dank hatte ich mein iPhone dabei, welches ich dann ca. bei KM 2 herauskramte, während ich gerade den 1:45h-Pacemaker überholte, hinter dem ich eigentlich bleiben wollte, um am Anfang nicht zu schnell zu sein. Doch der Frust über die versagende Technik siegte über den Verstand. Und immerhin konnte ich wenigstens den Rest des Laufs mit der Strava-App aufzeichnen…

Die Endzeit stimmt natürlich nicht – die lag dann bei 1:38:38. So hatte das Malheur wenigsten etwas Gutes. Genau aus dem Grund hatte ich den Ärger schnell vergessen und wollte gar nicht drüber bloggen, zumal die Uhr nach dem Lauf wieder problemlos funktionierte, nachdem ich sie neu gestartet hatte. Doch dann tauchte heute Morgen dieses Update auf…

Garmin Update

Ja, schön Garmin. DAS hätte ich vor dem Wettkampf gebrauchen können. Sehen wir es positiv – immehin gibt es ein Bugfix.

Die Moral von der Geschichte. Oder: was lerne ich daraus?

Vor dem nächsten Wettkampf, spätestens in Frankfurt, nehme ich redundante Hardware mit und checke alles auf Herz und Nieren. Ihr wisst Bescheid…

9 Kommentare

  1. Comment by O-Jay

    O-Jay Antworten 23. Mai 2014

    Ja, so habe ich mir das vorgestellt. Sehr schön geschrieben :-)

    Gut, dass Du noch das iPhone in Reserve hattest. Aber warum eigentlich? Du hast es ja scheinbar immer dabei, wenn man den ‚Unterwegs-Fotos‘ Glauben schenken darf. Hatte die Garmin Forerunner nicht den Zweck, eben dieses überflüssig zu machen?

    Ich habe ja aufgrund Deiner Erfahrungen in den letzten Wochen ein wenig auf die 220 und Strava geschielt. Bin mir aber nicht schlüssig, ob ich schon wieder umsteigen soll, zumal damit eine nicht unerhebliche Investition verbunden ist. Aktuell bin ich seit 1,5 Jahren mit der Nike GPS Sportwatch unterwegs.

    • Comment by Martin

      Martin Antworten 23. Mai 2014

      Das iPhone nehme ich mit, wenn ich a) Fotos schießen will und b) meinen Trinkgürtel dabei habe, der eine Tasche dafür hat. Sonst laufe ich ohne.

      Deine Forerunner 305 sollte doch mit Strava funktionieren. Wieso versuchst du nicht das?
      Ansonsten ist die 220 ein feines Teil. Kann ich nur empfehlen. Bugs, wie oben beschrieben, können mit jeder Uhr passieren.

      • Comment by O-Jay

        O-Jay Antworten 23. Mai 2014

        Auf die Brotkiste Forerunner 305 habe ich irgendwie keinen Bock mehr, weil die im Vergleich so furchtbar klobig ist un mittlerweile Ewigkeiten für den Empfang braucht. Sämtliche Daten müsste ich dann noch von Nike+ zu Strava exportieren, was über Umwege mit ein wenig Zeitaufwand wohl funzen würde.
        Die 220 gefällt mir schon ziemlich gut, kostet aber inkl. Brustgurt mal eben 243 Euro (aktuell bei amazon). Und dann hätte ich mit der 305 und der Nike schon zwei Altuhren hier auf Halde liegen. Bei eBay gibt’s dafür im Zwifel nicht mehr viel. Mmh, schwierig.

        • Comment by Martin

          Martin Antworten 23. Mai 2014

          Der Import in Strava ist einfach. Wie es bei dem Export bei Nike+ aussieht, kann ich nichts sagen. Der Umzug von RunKeeper zu Strava hat jedenfalls nicht länger als 10 Minuten gedauert.

          • Comment by O-Jay

            O-Jay 23. Mai 2014

            OK, done.
            Jetzt muss ich erst mal alles exportieren.

          • Comment by pooly77

            pooly77 7. September 2014

            Was Nike+ angeht konnte man vor einigen Monaten eigentlich überhaupt nichts exportieren. Man hatte die Möglichkeit die Aktivität in Dailymile oder Trailrunner zu importieren und dann nachher als .gpx exportieren. Was allerdings sehr nervig ist.
            Damals habe ich mal eine Internetseite gefunden, wo man glaube ich alle Daten exportieren konnte: https://mattstuehler.com/lab/NikePlus/new.html

      • Comment by Frank Stephan

        Frank Stephan Antworten 23. Juni 2014

        Von diesem ‚Trinkgürtel‘ hätte ich bitte mal ein Foto.

  2. Comment by pooly77

    pooly77 Antworten 7. September 2014

    Ich war schon lange nicht mehr auf dein Blog und anscheinend hat dich das Lauffieber gepackt ;)

    Was die Garmin Produkte allgemein angeht bin ich äußerst unzufrieden, in der Regel geben die nach einem Jahr den Geist auf.
    Ich hatte den Forerunner 305 und 110, bin wieder (erstmal) auf Apps (Runmeter) umgestiegen, aber letzen Endes ist eine GPS Uhr eine bessere und feinere Sache.

    Ein Bekannter von mir hat sich die 65€ teur NavRun 2K11 GPS Uhr gekauft und ist damit sogar ganz zufrieden… okay die Software zum auswerten ist auf dem Mac eine Katastrophe.

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