Exit

Neues aus dem Hause SKINS. In Sachen Kompression spielt die Marke schon seit jeher in der ersten Liga, jetzt behaupten sie, die beste Kompressionstight EVER auf den Markt gebracht zu haben.

Zumindest was die Strategie beim Launch des Produktes anbelangt, ist zumindest die Marketingabteilung von SKINS schon mal auf den vordersten Plätzen. Geheimnisumwoben erreichte mich Ende letzten Jahres eine schwarze Box. „This product is not for everyone.“ – stimmt, stand ja auch meine Adresse drauf.

SKINS K-Proprium Tight

Scherz beiseite. Gemeint ist, dass da nur richtige Jungs und Mädels was mit der SKINS K-Proprium Tight anfangen können. Also die, die beim Sport wirklich ins Schwitzen kommen. Achim Achilles würde spontan die Nordic Walker schon mal aus der Zielgruppe nehmen.

SKINS K-Proprium Tight

Schlagenoptik. Huh. Geht gerade noch so durch. Was zählt, ist die Funktion der Kompression. Und die ist – schon mal vorweg verraten – recht genial.

Das, was da in der Box zum Vorschein kommt, schaut schon mal „anders“ aus. Schlangenoptik. Oha. Nicht ganz mein bevorzugter Style. Im Alter trägt man eher beige oder schwarz. Ihr kennt das vielleicht. Und was sollen die angedeuteten Flicken auf den Knien? Sowas hat mir Oma immer auf die Hosen genäht, nachdem ich beim Spielen die nagelneue Cordhose ramponiert hatte. Nun gut, was soll’s? Probieren wir das geheimnisvolle Hightec-Stück halt mal an.

Ich höre das Gelächter der Holden noch jetzt. Nach gut zehn Minuten hatte ich den Dreh raus, wie man in die Tight kommt. Vom Schrank aus reinspringen geht nicht, die Socken vorher anziehen ist auch eine blöde Idee. Die Hose ist an den Füßen extrem eng und aufgrund der gummiartigen Laminar Bänder (dazu später mehr) muss man sich eine andere Technik aneignen, sonst kleben die Socken unter den Kniekehlen, obwohl sie eigentlich nur knöchelhoch sind. Der Trick: mit den nackten Füßen rein in die Hose, dann hochziehen bis sich die Flicken genau auf den Kniescheiben befinden. Nun kann man den Rest der Hose in Form bringen.

Warum ist das so schwierig? Nun, die Kompression der Hose ist recht stark und zudem recht einzigartig. Damit sie optimal wirksam ist, muss sie entsprechend sitzen. Daher vor dem Kauf unbedingt die Größentabelle auf der Herstellerseite checken, denn ist die Hose zu groß, liegen die Laminar Bänder nicht da an, wo sie hingehören. Die folgende Grafik veranschaulicht das ganz gut…

SKINS K-Proprium Tight

Die Laminar Bänder der K-Proprium Tight sind im Prinzip eine Nachahmung der Kinesio Technologie und haben somit eine ähnliche Wirkung. (Quelle: SKINS)

Und da ich ein mutiger Mensch bin, der vor nichts, aber auch nichts zurückschreckt, habe ich die Hose einfach mal auf links angezogen, damit ihr am lebenden Objekt noch besser sehen könnt, wie und wo diese Bänder am Bein verlaufen.

SKINS K-Proprium Tight

Jene propriozeptiven (= tiefensensibelen), laminaren Power Bänder ähneln im Prinzip der Kinesio Technology. Vielleicht kleben sie daher auch so auf der Haut? Wie dem auch sei – sie sind als Ergänzung zu der dynamisch gradienten Kompression, die wir bereits aus DNAmic-Serie kennen, ein Alleinstellungsmerkmal der neuen Tight. Die Bänder verhindern die vorzeitige Ermüdung der Muskeln und können somit auch das Verletzungsrisiko minimieren. Aus eigener Erfahrung bei diversen Testläufen kann ich sagen, dass vor allem im Bereich der Wadenmuskulatur die Wirkung sehr deutlich wahrnehmbar ist. Kompressionstrümpfe braucht man jedenfalls nicht noch zu tragen.

Auch im Bereich der Hüfte und der Lendenwirbel sorgt ein breites Laminarband für eine stützende Funktion und eine aufrechtere Haltung. Gerade das kann ich derzeit ganz gut gebrauchen, weil ich gerade hier ein hohes Defizit habe und bei längeren Läufen ab 20km merklich einsinke.

Fazit

Angeblich wurden von der K-Proprium Tight bisher nur 10.000 Exemplare hergestellt. Zieht man davon die Testexemplare ab, die an uns Blogger verschickt worden sind, bleiben nicht mehr viele übrig. Also beeilt euch, wenn die Hose ab Februar erhältlich ist. Ich habe zwar keine Ahnung, wie hoch der Preis sein wird, aber ich fürchte, das Schlangendingens ist es wert. Selten habe ich zumindest ein Produkt getestet, bei der die beworbene Funktion so deutlich spürbar ist, bei der K-Proprium Tight. Da kann ich auch verschmerzen, dass sie bei den derzeitigen Temperaturen vielleicht etwas zu dünn ist.

Übrigens: Für die Gymnastik-, Yoga-, Calisthenics- oder Was auch immer-Junkies unter euch läuft ab sofort die #kprochallenge – mache ein Foto während deines Pistol Squats. Ich stelle mich mal ganz extrem weit hinten an und lasse anderen Bloggerkollegen den Vortritt.

Für die Transparenz

Die Tights wurden mir von SKINS kostenlos zur Verfügung gestellt. Den Testbericht habe ich aus freier Hand geschrieben. Es wurde keinerlei Einfluss auf den Inhalt oder die Bewertung genommen.

4 Kommentare

  1. Comment by SBSTNRNNT

    SBSTNRNNT Antworten 15. Januar 2017

    Danke fürs Verlinken! Definitiv eine Hose, die ich bei milderen Temperaturen häufiger tragen werde, wenn ich ein Shirt mit Tasche finde ;).

    • Comment by Martin

      Martin Antworten 15. Januar 2017

      Ich muss erst mal abspecken. Noch kann ich mit der Jacke den Bauch kaschieren, der durch die Tight unvorteilhaft in Szene gesetzt wird. :hehehe:

  2. Comment by Din

    Din Antworten 17. Januar 2017

    Mannomannnnnn, da warst du ja echt mutig, die mal anders herum zu tragen. Ich finde das Herren-Design ja eigentlich ganz gut, aber irgendwie gleichzeitig gewagt für viele. Aber in der Kombi Blau-Orange fetzt das schon.

    Ich hab immer das Gefühl, dass mein Bauch davon total in Form gedrückt wird. Die ganz Taille eigentlich. Wenn erst einmal alles sitzt, dann sitzt alles beständig. Freue mich schon auf ganz lange Läufe mit der KPro.

    • Comment by Martin

      Martin Antworten 17. Januar 2017

      „Na, Martin. Was hast du denn zu Weihnachten bekommen?“
      „Einen Bauch.“

      Zumindest bei diesem Exemplar ist die Tight überfordert. Bin aber bereits auf Diät. Das sieht sonst nicht aus… :hehehe:

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