So ganz neu ist er nun nicht mehr, der Novablast – auch wenn es sein Name suggeriert. Immerhin sind wir bereits in der sechsten Generation angelangt. Kinners, wie die Zeit vergeht: Ich kann mich noch gut an die erste knallorangefarbene Version erinnern. Der war zwar etwas instabil, aber doch sehr geil. Jetzt teste ich ihn aufs Neue. Ach, da könnte man glatt einen Novatest draus machen …
Mit dem Novablast 6 stellt ASICS nun die neueste Innovation des beliebten Allrounders vor. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess ist nicht umsonst eine japanische Philosophie und macht selbstverständlich auch vor der Weiterentwicklung von Laufschuhen nicht halt. Schauen wir also mal, was das neueste Modell des Schuhs zu bieten hat.
First Look
Von den derzeit neun erhältlichen Colourways erreicht mich mein Testexemplar in der Version „Rose Dust/Illuminate Yellow“. Zugegeben, eine Farbwahl, mit der ich mich erst anfreunden musste. Mittlerweile finde ich sie gar nicht so übel.
Beim Meshmaterial hat ASICS ein wenig Feintuning betrieben. Die Passform war bisher schon top, nun ist sie noch ein klein wenig besser. Verzichtet hat man auf die Anziehhilfe an der Fersenkappe, die beim 5er noch vorhanden war. Braucht man bei diesem Schuh aber ehrlich gesagt auch wirklich nicht.
Schon beinahe ikonisch ist das markante geometrische Design der Mittelsohle. Die Sprengung des Novablast liegt noch immer bei 8 mm (41,5 mm unter der Ferse und 33,5 mm unter dem Vorfuß). Bei diesen Werten hat sich also nichts getan. Ebenso beim Gewicht: Noch immer wiegt er in meiner Größe (EUR 44,5) nur 265 Gramm.
Wie bisher besteht die Mittelsohle aus FF BLAST MAX Foam, hat aber zusätzlich einen FF TURBO SQUARED Trampolin-Pod im Vorfußbereich. Die beiden Technologien in Kombination sollen für weichere Landungen und einen energiegeladeneren Bounce während des Trainings sorgen.
Auch eine Überarbeitung der Außensohle wurde dem Novablast 6 gegönnt. Ein ASICSGRIP-Außensohlengummi mit geringerer Härte wird in wichtigen Bereichen der Außensohle eingesetzt und soll so für zuverlässigen Grip und Traktion sorgen, ohne dass die Strapazierfähigkeit darunter leidet. Das kann definitiv nicht schaden, denn der 5er hatte in diesem Punkt durchaus noch Verbesserungspotenzial.
Praxistest: Wie läuft sich der ASICS Novablast 6?
Keine Überraschung: Auch der Novablast in der Version 6 ist einer der komfortabelsten Schuhe in seiner Klasse. Durch seine Fersenkonstruktion mit wohldosierten Polstern sitzt er perfekt. Das Schnürsystem gibt dem Halt den letzten Schliff. Kann man kaum besser machen.
Tatsächlich läuft er sich aber etwas anders als der Novablast 5. Im Fersenbereich ist er etwas stabiler geworden, und im Vorfußbereich ist er durch den Trampolin-Pod zwar etwas mehr „bouncy“, dafür aber auch weniger direkt und agil. Ich bin mir ehrlich gesagt gar nicht so sicher, welche Version ich besser finde. Vielleicht ist genau das auch tagesformabhängig.
Mein Fazit zum ASICS Novablast 6
Die Weiterentwicklung merkt man dem ASICS Novablast 6 durchaus an. Das Thema „kontinuierlicher Verbesserungsprozess“ wäre somit abgehakt. Ob man das Ganze jetzt als Feintuning empfinden oder als revolutionäre Anpassung bezeichnen kann, weiß ich allerdings nicht genau. Fest steht allerdings: Der Novablast ist noch immer der Daily-Trainer schlechthin und wird weiterhin als Allrounder ganz vorne im Regal stehen.
Für die Transparenz
Der ASICS Novablast 6 wurde mir für diesen Test kostenlos zur Verfügung gestellt. Den Bericht habe ich aus freier Hand geschrieben. Es wurde keinerlei Einfluss auf den Inhalt oder die Bewertung genommen.
















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