Exit

Wenn dein Sohn sagt, dein Laufoutfit sähe cool aus, dann hast du alles richtig gemacht. Kann natürlich auch sein, dass er als eingefleischter Star Wars Fan die Ähnlichkeit des X-BIONIC Equipments zu einer Stormtrooper Rüstung sofort im Auge hatte. Wie dem auch sei – wichtig ist, dass man sich wohl fühlt, wenn man in voller Montur vor die Haustür tritt.

„Das ist doch sicher nur eine Unterwäsche. Oder etwa nicht?“ meint die Holde. Ich röchel spontan wie Darth Vader und schaffe es gerade noch, die dunkle Seite der Macht nicht an der Angetrauten auszuüben. Frauen – die haben einfach keine Ahnung, wenn es um Hightech geht. Soll sie doch weiter rumrennen wie Prinzessin Leia, kurz nachdem sie der Müllpresse 3263827 entstieg.

Kleiner Zeitsprung. Ein paar Tage zuvor erreicht mich ein Laufequipment von X-BIONIC®. Das sind die, die den X-WING® entwickelt haben. Nee halt, kleiner Scherz. Der Schweizer Hersteller entwickelt auf Basis bionischer Forschungsergebnisse Lösungen, die dem Menschen helfen, bei jedem Sport und unter allen klimatischen Bedingungen seine Leistungsfähigkeit zu steigern. Das hört sich nicht minder spektakulär an, und im Verlauf meines Testberichts werden wir mal schauen, ob das auch wirklich der Fall ist.

Erster Eindruck & Technische Daten

The Trick Running Shirt

The Trick Running ShirtDie Marketingabteilungen der Sportartikelhersteller sind in der Regel Meister ihres Faches, wenn es um die Beschreibung ihrer Produkte geht. Fast hat man den Eindruck, dass das Shirt der Wahl mehr Features hat, wie eine gut ausgestattete Mittelklasselimousine.

Apropos Limousine, apropos Tricks. THE TRICK® hat jetzt nichts mit der Schummelei an Abgaswerten gemeinsam. Einzig die Wärmerezeptoren der Haut werden durch Spezialstrukturen an der Wirbelsäule getäuscht und starten dadurch die Körperkühlung durch Schweiß deutlich früher. Als Resultat ergibt sich eine bessere Performance.

„Hääää? Wie bitte? Das ist doch ein Shirt wie jedes andere auch. Das aus dem Angebot vom A*piep*I funktioniert genauso gut und kostet nur einen Bruchteil von dem Ding!“ – Hat die Holde gerade etwa „Ding“ zu dem The Trick Running Shirt gesagt? Hallo, geht’s noch? Ich drehe das Shirt auf Links und zeige ihr sowohl das 3D-BionicSphere System im Brustbereich, als auch die Isolationszone entlang der Wirbelsäule. Wooohooo. Nimm das!
„Isolationszone – hört sich jetzt an, wie eine Mischung aus stiller Treppe und einer Maßnahme zur Ebola-Bekämpfung…“. Argh. Habe ich schon gesagt, dass Frauen keine Ahnung von Technik haben?

Das Kernstück von THE TRICK®: die Isolationszone entlang der Wirbelsäule.

Das Kernstück von THE TRICK®: die Isolationszone entlang der Wirbelsäule.

Ich erkläre es ihr noch einmal ohne Marketingprosa: „Schwitzt dein Körper, möchte er gekühlt werden. Dazu produziert er Schweiß. Sensoren im Rücken melden diesen Bedarf über das Rückenmark an das Gehirn. Wieso fällt mir hier gerade ein Otto-Sketch ein? Egal, weiter im Takt. Erst wenn das der Fall ist, wird der Schweiß produziert. Nun kann es aber sein, dass der Körper zu diesem Zeitpunkt schon überhitzt ist. Tja, und dann bist du froh, wenn du eine Isolationszone im Rückenbereich hast, die da ein wenig rum trickst. Siehste, das kann dein Shirt nicht!“

Zum Vergleich: Links das THE TRICK Shirt mit Isolationszone und rechts ein Effektor Powerhirt mit der 3D-BionicSphere im Rückenbereich.

Zum Vergleich: Links das THE TRICK Shirt mit Isolationszone. Rechts ein Effektor Powerhirt mit der 3D-BionicSphere im Rücken.

Jetzt mal unter uns: abgesehen von all dem technischen Schnickschnack – das Shirt fühlt sich nicht an wie ein herkömmliches Laufshirt. Der Stoff ist angenehmer und weniger künstlich auf der Haut, und angezogen erzeugt er einen definierten Druck auf den Körper, so dass man fast automatisch eine korrekte Körperhaltung einnimmt. Druck auf den Körper heißt natürlich auch, dass der Schnitt des Shirts nichts verzeiht. Röllchen um die Hüfte bekommen leider nicht mehr Kompression ab, als nötig. Die Funktion des Shirts ist rein technisch – nicht für optische Zwecke. Das nur mal als Warnung vorab, aber ihr seid ja alle sportlich und drahtig, demzufolge hätte ich das gar nicht erwähnen müssen.

The Trick Running Pants

The Trick Running PantsHaben die mir da die Yoda-Edition eingepackt? Das ist doch nie und nimmer meine Größe. The Trick Running Pants wurden mir in der Medium-Variante geschickt, also ungefähr eine 3/4-Tight (das Bild zeigt die lange Version). Das, was ich ich hier vor mir habe, sieht aus, wie eine Strumpfhose des Nachwuchses, als er vier Jahre alt war. Sollte die Kompressionswirkung der Hose etwa schon vor dem Anprobieren so extrem verdeutlicht werden? Der erste Schreck ist verflogen, als ich die Hose anprobiere. Sie Passt.

Wie auch beim Shirt besticht auch das gute Stück Beinkleid durch allerhand Technik. Dabei spielt die „Thorny Devil Technology“ eine entscheidende Rolle. Schweiß wird mittels Kapillarkräfte dahin transportiert, wo er am meisten kühlt, um es mal kurz zu fassen. Mittels sogenannter ISO-Pads werden empfindliche Partien, wie zum Beispiel der Allerwerteste, vor Kälte geschützt. Das hört sich doch sehr vielversprechend an – ob es in der Tat auch so ist, erfahrt ihr weiter unten.

Linkes Bild: Minimalistische Schlüsseltasche über den ISO-Pads, rechts (schraffiert) das 3D-BionicSphere System. Rechtes Bild: Thorny Devil Technology im Detail.

Linkes Bild: Minimalistische Schlüsseltasche über den ISO-Pads, rechts (schraffiert) das 3D-BionicSphere System. Rechtes Bild: Thorny Devil Technology im Detail.

Noch mal kurz zur Optik. Ja, sie ist zugegeben etwas gewöhnungsbedürftig. Nicht nur die Holde schmunzelt, wenn ich in dem Outfit neben ihr her trabe. Auch in der Laufgruppe, mit der ich den LongJog am Wochenende in Angriff nehme, musste ich mir die Frage gefallen lassen, ob ich denn nicht aus Versehen zur Unterwäsche gegriffen habe.

Running SphereWind Vest

X-BIONIC® Running SphereWindSportbekleidung zu finden, die sowohl winddicht, als auch atmungsaktiv ist, stellt sich unter Umständen als eine nicht ganz so leichte Aufgabe heraus. X-BIONIC hat auf der Vorderseite der Running SphereWind Vest ein bionisches Membransystem integriert, welches sich an der Hautatmung eines Lurches (Hurz!) orientiert. Auf der Rückseite der Weste sorgt das 3D-BionicSphere System für eine optimale Be- und Entlüftung im Inneren. Das Konstrukt liegt nicht flächig auf dem Trikot auf und kann so in den Hohlräumen warme Luft speichern. Die überflüssige Wärme entweicht durch den Kragen, dessen Diffuserkonstruktion die Luft ableitet. Wahnsinn, so viel Wissenschaft in einem Textil – da würde selbst ein Ranga Yogeshwar blass um die Nase.
Dass der Schriftzug und ein paar Applikationen im Dunkeln reflektieren und eine kleine Rückentasche Platz für Gel, iPod und Schlüssel bietet, wage ich da gar nicht mehr zu erwähnen, so trivial ist das.

Das 3D-BionicSphere® System auf der Rückseite der Weste - Außen- und Innenansicht. Gut zu erkennen: die Rippen, die als Wärmepolster fungieren.

Das 3D-BionicSphere® System auf der Rückseite der Weste – Außen- und Innenansicht. Gut zu erkennen: die Rippen, die als Wärmepolster fungieren.

Wie auch das Shirt und die Hose ist die Weste in unterschiedlichen Farbvarianten erhältlich. Ich empfehle hier das auffällige, gelbe Exemplar der Sicherheit halber, obwohl der Nachwuchs wahrscheinlich die weiße Version cooler gefunden hätte. Ich sag nur: Stormtrooper!

Links: der Kragen mit Diffuserkonstruktion. Rechts: die Rückentasche mit einem zusätzlichen Fach für Kleinkram oder einen Schlüssel.

Links: der Kragen mit Diffuserkonstruktion. Rechts: die Rückentasche mit einem zusätzlichen Fach für Kleinkram oder einen Schlüssel.

In der Praxis

Ich hab ja oben etwas von Kühlung erzählt, mit deren Hilfe unser Körper leistungsfähiger gemacht werden soll. Nun sind die derzeitigen Temperaturen ja nicht gerade so, dass man schon schwitzend vor die Haustür tritt. Zu Beginn der Testphase konnte ich das Shirt zwar noch bei etwas über 10°C testen, aber den wirklichen Bedarf an kühler Luft hatte ich da eher an den Armen, als am Rücken. Will heißen: der Einsatzbereich eines Langarmshirts liegt bei mir – egal ob Hightech oder nicht – eher im einstelligen Temperaturbereich oder kälter.

Kalt und nass – das Wetter kann auch schon mal entgegenkommend sein, wenn es darum geht, Laufbekleidung unter Extrembedingungen zu testen. Ok, jetzt übertreibe ich ein wenig, aber unangenehm war es schon draußen. Diverse Schweinehunde wären zumindest auf dem Sofa liegen geblieben. Ich jedoch hatte einen Plan. Raus in die Natur. Etwas überraschend meinte die Holde, mich begleiten zu wollen. Das traf sich hervorragend, denn im Team macht’s mehr Spaß und außerdem hatte ich jemand, der das Abenteuer digital bebildert für euch festhalten kann.

Der erste Schnee kommt manchmal plötzlich. Doch weder für das Laufeqiupment noch für mich war das ein wirkliches Problem.

Der erste Schnee kommt manchmal plötzlich. Doch weder für das Laufeqiupment noch für mich war das ein wirkliches Problem.

Das nordhessische Bergland ist zwar nicht mit den Alpen zu vergleichen, aber auch hier kann man schon mal in einen Schneesturm ein Schneestürmchen geraten. Gut, dass ich das komplette Outfit von X-BIONIC schon vorher auch bei Regen und ähnlichen Temperaturen getestet hatte. So wusste ich, dass die kommenden Kilometer auch im Schneetreiben kein Problem darstellen würden. Jetzt mal ohne Witz – das bunte Potpourri an Technik im Textil machte seinen Job hervorragend und hielt die Körpertemperatur stets auf einem Wohlfühllevel. Will also heißen, dass ich nicht gefroren habe.

Mit derartigen Erfahrungen hätte ich eigentlich beim letzten Lauf am vergangenen Wochenende eine andere Entscheidung treffen sollen, als ich es letztendlich doch getan habe. Regen UND heftiger Wind – das hatte ich der Weste dann doch nicht zugetraut und die altbewährte GORE-TEX Jacke aus dem Schrank geholt. Blöder Fehler, denn nach 21 Kilometern kam ich sacknass zu Hause an, allerdings lediglich unter der Jacke. Etwas Positives muss ich aber dann doch noch zum Besten geben – die Nässe im Running Shirt habe ich erst so richtig bemerkt, als ich es ausgezogen in den Händen hatte.

Und noch Tipp: zieht die Hose auf alle Fälle auf die nackte Haut an. Ja, richtig verstanden. Keine Unterbuchse. Auch wenn es unangenehm ist, physisch oder psychisch sei mal dahingestellt. Zur Not kann man ja eine Shorts drüber ziehen. Den Grund dafür sieht man spätestens, wenn man die Hose auf Links dreht. Auch hier ist im Kreuzbeinbereich wieder die Isolationszone wie im Shirt zu finden. Auch die Querrippen links und rechts davon lassen schon erahnen, dass man all die Funktionen mit einer Unterwäsche außer Kraft setzt.
Auf meinen ersten Läufen mit der Hose hatte ich nämlich das Problem, dass das gute Stück wie eine olle lange Unterhose ständig der Erdanziehungskraft folgen wollte – sprich: sie rutschte ständig nach unten. Allerdings nur im oberen Bereich. Ab dem Oberschenkel abwärts machte sich die Kompressionswirkung des Materials positiv bemerkbar. Erst später kam ich drauf, dass es gar nicht die Hose, sondern die Unterhose war, die mich während des Laufs ärgerte. Tja, Martin. Das kannste schon so machen, aber dann isses halt… naja, ihr wisst schon. Anfängerfehler. Peinlich.

Fazit

X-BIONIC steht dafür, innovative Hightech Funktionsbekleidung für ambitionierte Sportler zu produzieren. Die Messlatte liegt also hier ziemlich weit oben, wenn nicht gar ganz oben. Im Verlauf meines Testberichts habt ihr sicher zwischen den Zeilen lesen können, dass ich von dem Equipment begeistert bin. Die Frage, ob ich Shirt, Hose und Weste weiterempfehlen würde, stellt sich insofern eigentlich nicht mehr. Ich beantworte sie dennoch: ja, würde ich. Der Tragekomfort und das Klimamanagement sind überzeugend, die Technologie steht nicht nur auf dem Papier, sondern ist beim Tragen erlebbar.

„Qualität hat seinen Preis“, hat Opa immer gesagt. Aber nicht nur die Qualität, sondern auch die Innovation, die in dem Produkt steckt. Und dann wäre da noch der Aspekt der Nachhaltigkeit, den man beachten sollte, wenn man sich nicht sicher ist, ob man den doch recht hohen Preis für das Equipment ausgeben möchte. Von hochwertiger Kleidung hat man in der Regel länger etwas.

Für die Transparenz

X-BIONIC hat mir das Equipment für diesen Test kostenlos zur Verfügung gestellt. Den Bericht habe ich aus freier Hand geschrieben. Es wurde keinerlei Einfluss auf den Inhalt oder die Bewertung genommen.

Weitere Reviews im Netz

Ich bin von den X-Bionic-The-Trick-Produkten sehr positiv überrascht. Der Materialaufwand und vergleichsweise hohe Preis scheint sich wirklich auszuzahlen. Shirt und Pants sind sehr angenehm zu tragen und kühlen bei hohen Temperaturen und anstrengenden Einheiten sehr effektiv.harlerunner.de

X-Bionic ist es gelungen mit seinen Technologien ein sehr gut funktionierendes Produkt zu entwickeln. Kühlend bei Hitze und isolierend bei Kälte und das alles auf einem äußerst hohen Niveau. Dies macht die beiden Teile zu wertvollen und zuverlässigen Begleitern.uptothetop.de

Daher empfehle ich “The Trick” in erster Linie für diejenigen, denen es um Leistung geht und denen hochwertige Produkte mit unterstützender Technologie wichtig sind.RedCherryPepper

23 Kommentare

  1. Comment by Thomas (Harlerunner)

    Thomas (Harlerunner) 1. Dezember 2015

    Die Macht stark in ihm ist… ;) Wieder mal ein amüsantes und gleichzeitig informatives Review. Ich hatte ja die kurze Variante eher im Sommertest – spannend zu lesen, dass die selbe Technik auch im Winter gut funktioniert. So behauptet es ja schließlich auch der Hersteller.

    Den Unterbuxen-Fehler habe ich zuerst auch gemacht. Bei mir rutschte zwar nichts, aber irgendwie war schnell klar, dass das so nicht gedacht ist…

    Kommen die Fotos mit dem Laserschwert eigentlich noch, oder hast Du die absichtlich weg gelassen? ;)

    • Comment by Martin

      Martin 1. Dezember 2015

      Stormtrooper mit Laserschwert? Ich seh schon – du bist eher ein Trekkie, was? :hehehe:

  2. Comment by Jens

    Jens 1. Dezember 2015

    War sehr gespannt auf deinen Test – der dir wieder mal sehr gelungen ist! Hört sich nach einem interessanten Geschenk an. Sich das zwischendrin mal eben leisten ist leider nicht drin. Aber ich hab dich in den Teilen ja laufen sehen, sah schon stark aus. Gut gemacht! Wenn jetzt die Bestzeiten nicht purzeln…

    • Comment by Martin

      Martin 1. Dezember 2015

      Danke, Jens. Bestzeiten purzeln durch hartes Training. Da machen wir uns mal nichts vor. Das Training angenehmer gestalten lässt es sich mit gescheiter Ausrüstung allerdings schon. Insofern bin ich sehr dankbar, dass ich die Sachen testen durfte.

  3. PINGBACK › X-Bionic The Trick Running Shirt und Pants im Test | HarleRunner - ein Laufblog aus Coesfeld

  4. Comment by Steve

    Steve 2. Dezember 2015

    Danke für den Link

  5. Comment by Patrick Salm

    Patrick Salm 7. Dezember 2015

    Auch wenn die Preise natürlich nicht ganz ohne sind und sich über die Optik der Hose streiten lässt, finde ich alleine schon die Komplexität der Verarbeitung absolut beeindruckend.

    VG Patrick

    • Comment by Martin

      Martin 7. Dezember 2015

      Ja, da steckt schon einiges in Sachen Entwicklungsarbeit drin. Vor allem findet man bei kaum einem anderen Hersteller soviel Innovationen in einem Stück Textil.

  6. Comment by Frank

    Frank 30. Januar 2016

    Ich bin mit X -Bionic schon durch die Atacama Wüste gelaufen und kann deine Erfahrungen NICHT bestätigen!!! Der Kühlungseffekt ist für mich und auch andere Mitläufer in der teuren Strickware nicht spürbar gewesen. Wir alle halten es für tolles Marketing und einen großen Placeboeffekt. Wenn ich schon soviel Geld ausgebe muss es auch gut sein . Istces aber nicht . Der Rucksack scheuerte am Material so dass wir uns schon Sorgen machten ob es bis ins Ziel hält.
    Meinen nächsten Etappenultra durch Australien (the Track 522km) bin ich dann lieber in herkömmlichen Funktionshemd gelaufen!!! Ich wundere mich sehr über diese äußerst positive Beirteilung diese ist für mich absolut nicht nachvollziehbar und ich denke ich habe durchaus Erfahrung und das Material wirklich unter Extrembedingungen im Einsatz gehabt!

    • Comment by Martin

      Martin 31. Januar 2016

      Hallo Frank. Erst einmal Respekt vor deiner Leistung. Mit Erfahrung in Sachen Wüstenläufen kann ich nicht und werde ich wohl auch nie dienen können. Insofern sind meine Erfahrungen auch grundlegend unterschiedlich von deinen.

      Wie du oben lesen kannst, habe ich X-Bionic in den Wintermonaten getestet. Der Kühleffekt war also eher nicht gefragt.

      Wie ich allerdings bei Rafael Fuchsgruber lesen konnte, ist er durchaus angetan von dem Equipment. Und der hat nun sicherlich einige Kilometer in der Wüste damit rennen können.

  7. Comment by Frank

    Frank 31. Januar 2016

    Rafael wird von x-Bionic gesponsert !!! Da ist eine unvoreingenommene Aussage sagen wir mal schwierig. Ich verstehe nur nicht dass du trotzdem schreibst es würde funktionieten und klimaregulation hervorragend wenn du es nicht beurteilen kannst weil du es im Winter probiert hast. Verstehst du mein Unverständnis? Übrigens war ich in Australien mit normalem Funktionsshirt ohne „the Trick“ schneller als Rafael mit x-Bionic

    • Comment by Martin

      Martin 31. Januar 2016

      Ich beschreibe im oberen Teil des Berichts, wie die Funktionsweise ist. Im unteren Teil meine Erfahrungen. Und die waren nun mal gut. Auch im Winter gibt es eine Klimaregulation. Und wieso jemand, der von einer Marke gesponsert wird, automatisch voreingenommen sein muss, sei mal dahin gestellt.
      Dennoch bin ich dir dankbar, dass du deine ehrlich Meinung hier abgegeben hast. Das meine ich Ernst. So kann sich jeder sein Urteil selber bilden. Ich bin nur Hobbyläufer – du musst entschuldigen, dass ich nicht so einen Erfahrungsschatz zu bieten habe, wie jemand der Laufen als Profisport betreibt.

  8. Comment by rafael fuchsgruber

    rafael fuchsgruber 24. Februar 2016

    lieber frank,
    dass man zu equipment unterschiedliche meinungen haben kann – irrelevant darüber zu sprechen, da selbstverständlich.
    da ich hier aber unvermutet meinen namen gefunden habe, kurzes feedback von mir zu deiner einschätzung über mich „…eine unvoreingenommene Aussage, sagen wir mal schwierig…“
    wenn ich über 30.000km nach australien hin- und zurück fliege, stehe ich vor ort bestimmt nicht mit den (meiner meinung nach) drittbesten shirts/pants an der startlinie – ich bin zwar 55 jahre alt, aber weder senil noch blöd. ich habe nach eigenem materialtest 2010 begonnen X-Bionic zu tragen. ein jahr danach kam X-Bionic auf mich zu und wir begannen unsere zusammenarbeit. ich erhalte kein honorar, bekomme allerdings die kleidung für training und wettkampf gestellt. dieses angebot hatte ich mittlerweile auch von anderen herstellern, laufe aber weiterhin in X-Bionic. das liegt am produkt. wir wissen beide ganz genau, dass keiner von uns zu dem mit 520km längsten etappenrennen der welt fährt und am start mit nicht optimalem material steht.
    dass du in australien gewonnen hast, lag daran, dass du zu diesem zeitpunkt der beste läufer im outback warst…der verweis auf dein shirt ist ein wenig albern in dem zusammenhang…nummer zwei/drei/vier und sechs in diesem rennen haben auch einen guten job gemacht – übrigens alle in X-Bionic… nehme an die kollegen hatten ihre gründe. lg rafael

  9. Comment by Frank

    Frank 24. Februar 2016

    Lieber Rafael,

    Ich könnte nun reichlich Läufer aufzählen die meine Erfahrung und beurteilung Zu x-Bionic teilen . Es Sind keine schlechten Sachen! Das habe ich so auch nicht behauptet. Lediglich der viel beschworene Kühlungseffekt Sweat into Energy ist ein toller Werbeslogan für mich und viele Andere aber in der Realität nicht nachvollziehbar . Aufgrund der Werbung und weil Von Bloggern dies unkritisch nachgeplappert wird ohne dass sie dies wie hier im Winter testen konnten geben viele Läufer viel Geld für ein sehr teures Equipment aus welches dann diese Erwartungen nicht erfüllen kann. Die Sachen Sind nicht schlecht aber Kühlung ist Quatsch . Sowohl in der Atacama als auch beim Marathon de sables hab ich mit einigen enttäuschten Läufern gesprochen weil diese Kühlung eben fehlte. Warum trägst du ein Shirt mit langem Frontreißberschluß wenn die Kühlung funktionierte wäre der Reißverschluss kontraproduktiv!!! Ich habe wenn du meinen Komentar ließt nie behauptet in Australien gewonnen zu haben weil ich nicht x-Bionic getragen habe, das wäre doch auch absurd. Und ich denke wir haben da Alle einen guten Job gemacht und viel Spaß zusammen gehabt. Mich ärgern halt proforma Test ich habe nur in Winter getestet Aber der Kühleffekt war deutlich spürbar. Da komm ich Mir einfach veralbert und für dumm verkauft vor. Meine Lieblingswinterlaufjacke ist übrigens Von x-Bionic , weil sie wärmt und über den speziellen x-Bionic Rückeneinssatz perfekt atmungsaktiv ist. Aber Kühlung mal im Ernst das ist doch einfach leider Quatsch

    • Comment by Martin

      Martin 24. Februar 2016

      Mich ärgern halt proforma Test ich habe nur in Winter getestet Aber der Kühleffekt war deutlich spürbar. Da komm ich Mir einfach veralbert und für dumm verkauft vor.

      Weisst du was? Wenn ich dir oben schon mal erklärt habe, dass ich das so nicht geschrieben habe, komme ich mir veralbert vor.

      Ich habe das Equipment im Winter getestet und nutze es immer noch mit Begeisterung. Das Klimamanagement(!) ist hervorragend – wenn du unter Klimaregulierung nur Kühlung verstehst, liegt das wohl daran, dass du nur in der Wüste rennst. Das allerdings werden wohl die wenigsten meiner Leser tun. Und genau hier sind wir beim entscheidenen Punkt. Unter Extrembedingungen, wie es ein Wüstenlauf nun mal ist, kann wohl kaum ein Blogger testen. Genauso wenig aber erwarte ich zum Beispiel von einer Autozeitschrift, dass sie Sportwagen stets auf der Nordschleife des Nürburgring testet.
      Wenn du unter Kühlung verstehst, dass du unter den Shirts selbst bei 50°C Außentemperatur Gänsehaut und Igelnasen bekommst – ok, das wird dann nix. Selbst mit HighTec aus der Schweiz.

  10. Comment by rafael fuchsgruber

    rafael fuchsgruber 24. Februar 2016

    hi frank, ich komme mir ein wenig so vor, als wären meine gedanken bei dir nicht angekommen. ein einfaches “ war nicht so gemeint“ von dir hätte schon gereicht. deine meinung zu X-Bionic ist deine meinung und kein thema für mich. dass ich mich hier gemeldet habe, hat nur damit zu tun, dass du mich persönlich erwähnt hast und meine fähigkeit zur unvoreingenommenen aussage als ….schwierig … bezeichnet hast. verständlicherweise kann ich es nicht leiden, wenn du dich gegenüber dritten und öffentlich über meine fähigkeiten zum thema „denken“ äusserst. du hast seit fünf jahren alle meine kontaktdaten…wir können das gespräch gerne woanders fortsetzen. zu X-Bionic…wird gut gefunden…wird kritisiert…alles normal. beim längsten etappenrennen der welt kommen von der ersten sechs läufern vier in X-Bionic ins ziel und das sind alles sehr erfahrene und erfolgreiche jungs. ich bezweifel sehr ernsthaft das philippe richet, patrik cande, andres lopez und ich nur dem marketing auf den leim gegangen sind und keine ahnung haben von dem was wir da tun. cheers rafael.

  11. Comment by Frank

    Frank 24. Februar 2016

    Rafael ich habe mich nicht ganz und gar nicht über deine Fähigkeit zu denken geäußert geschweige denn diese dir angesprochen!!! Mir ist auch völlig unklar wie du darauf kommst!!! X-bionic halte ich wie bereits ausgeführt auch nicht für eine schkechte Marke, sollte aber doch eigentlich auch klar geworden sein. Meine Hauptkritik wendet sich an die Unsitte das Läufer aber auch andere Mitmenschen pseudotests von Produkten in ihren Blocks schreiben und diese unreflektiert durchweg positiv ausfallen nur um von den Firmen weiter kostenlos mit Produkten versorgt zu werden. Zum Teil wird Nichteinmal erwähnt dass diese Produkte kostenlos bereitgestellt wurden. Da man dazu geneigt ist seinen Mitmenschen zu vertrauen kauft man zum Teil für teures Geld ein Scheißprodukt, und nein damit meine ich nicht x-Bionic. Diese Unsitte geht mir gehörig auf die Nerven. Und nochmal du hast keinen Block und bist mit dieser Kritik nicht und das heißt in keinerweise gemeint! du kannst denken ( trägst ja auch ein Shirt mit langem Frontreißberschluß weil es Sinn macht zur Kühlung) bist ein routinierter toller Läufer, ein Mensch den ich schätze. Darum beantworte ich dies auch hier öffentlich damit das Niemand falsch verstehen kann. Wir könnten jetzt noch in die Diskusion einsteigen dass Andres auch von x-Bionic gesponsert wird Philip mit einem c-Bionic und einem Salomon Shirt unterwegs war Patrick sagte er nimmt das x-Bionic Shirt weil er meint dass das Shirt stabil genug ist um 9 Tage die Belastung zu überstehen und auch nicht an die Kühlung glaubt aber das müssen wir nicht, denn in der Tat es gibt unterschiedliche Meinungen. Also ich denke ich habe dich nicht persönlich angegriffen sollte das so angekommen sein tut mir dies leid und war zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt!

    • Comment by Martin

      Martin 24. Februar 2016

      Also ich denke ich habe dich nicht persönlich angegriffen sollte das so angekommen sein tut mir dies leid und war zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt!

      Du hast sowohl Rafael, als auch mich persönlich angegriffen.

  12. Comment by rafael fuchsgruber

    rafael fuchsgruber 24. Februar 2016

    hallo frank, freut mich, dass ich das falsch verstanden habe u danke für die klärung mit deinem letzten satz dazu. zu deinem verständniss: stell dir vor du findest dich in einem blog wieder in dem zb rafael fuchsgruber über frank reintjes sagt: ….eine unvoreingenommene aussage von frank reintjes zu dem thema ist eher schwierig ist…das würde in dir vielleicht auch den wunsch wecken, dazu stellung zu beziehen. wünsche dir frohes laufen und viel erfolg in norwegen ( gruss an jérôme). und das geheimniss warum ich alle meine hemden offen trage, keinen schlips besitze und du kein photo mit rollkragen von mir finden wirst, werde ich niemals lüften…dies betrifft auch mein laufshirt mit offenem reißverschluss der marke x-bionic :-) gruss rafael.

  13. Comment by Christian

    Christian 24. Februar 2016

    Egal ob’s funktioniert oft nicht, in dem Zeug würde ich keinen Schritt vor die Tür setzen. Das Unterwäsche Design sagt mir so gar nicht zu.

    • Comment by Sascha

      Sascha 24. Februar 2016

      Ja da muss man schon echt schmerzbefreit sein bei dem Design :)

  14. Comment by Frank

    Frank 24. Februar 2016

    Hallo Martin,
    Rafael habe ich in keiner weise persönlich angegriffen, Aber schön das meine Kritik bei dir angekommen zu sein scheint. Was ich gut finde ist Das du im Gegensatz zu anderen offen mit dem Sponsoring deines Tests umgehst.

  15. Comment by Thomas (Harlerunner)

    Thomas (Harlerunner) 25. Februar 2016

    Hier geht es ja rund… ;)

    Von den zwischenmenschlichen Sticheleien mal abgesehen, finde ich die Beiträge von Frank und Rahael sehr wertvoll. Vielen Dank für eure Meinungen zu den Sachen bezogen auf eure jeweiligen Erfahrungen. Ihr habt ja beschrieben, was genau ihr damit gemacht habt und warum ihr zu eurer Einschätzung kommt. Nichts anderes hat Martin in seinem Bericht hier gemacht – und ich in meinen Tests der X-Bionic-Produkte auch.

    Es geht ja nicht um eine allgemein gültige Bewertung, sondern um Erfahrungsberichte, die anderen Läufern helfen können sich ein Bild von einem Produkt zu machen. Dazu trägt jeder mit seiner Meinung ein Stück bei und genau so finde ich das auch richtig – besondern wenn die Meinungen offensichtlich auseinander gehen.

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