Exit

Freitagabend, 18:30 Uhr, das Thermometer zeigt Temperaturen, bei denen man sich besser im Schatten aufhält. Man(n) geht an den Kühlschrank und öffnet sich das erste, wohlverdiente Bierchen des Tages. Es soll allerdings auch Bekloppte geben, die bei diesem Wetter die Laufschuhe schnüren und mit einem Pulk von Artgenossen um die Wette rennen. Sowas schimpft sich Wettkampf. Und da der beste Test für einen Wettkampf der Wettkampf ist, nimmt man so viele Wettkämpfe mit, wie nur irgend möglich. (Anmerkung der Redaktion: die höchstmögliche Anzahl der Verwendung des Wortes „Wettkampf“ ist nun erreicht.)

Aber nun zurück zu gestern Abend. Im Rahmen des Nordhessencups fand gestern ein Volkslauf in Heiligenrode statt. Wie so oft hatte man die Wahl zwischen drei Distanzen: 5,2 km, 10,3 km und 20,4 km. Für 5 km rühre ich mich nicht vom Fleck, die 20,8 km bestanden aus zwei Runden, was ich grundsätzlich doof finde, und zudem war es mir dafür wirklich zu warm. Blieb somit nur noch die 10,3 km Distanz. Im Prinzip also etwas zum Gas geben. Doch wie schon erwähnt, die Temperaturen waren nicht gerade förderlich für Bestzeiten. Und das Streckenprofil schon gar nicht.

Nach einem fast verpassten Start – noch mal Pipi und das obligatorische Selfie nebst #Hahstags vor dem Lauf muss ja sein – ging’s gleich flott los. 4er Pace und das bergauf. Ob das mal gut geht? Schon bei KM 1 war ich froh, dass ich meinen Trinkgürtel dabei hatte. Der Mund war bereits trocken wie die Wüste Gobi. Ab KM 2 folgte dann der „richtige“ Berg. Nach 50 Höhenmetern, die mir wie 150 vorkamen, ging’s dann wieder bergab. Erst mal die Atmung wieder in Normalzustand bringen. Auf den nächsten 4 Kilometern freute ich mich über jeden Wasserpunkt, der da von den freundlichen Orga-Teams des TSV-Heiligenrode betreut wurde. Der Großteil des Wassers landete auf dem Kopf. Mann, tat das gut!

Bei KM 8 und 180 Puls noch ein gequältes Lächeln auf den Lippen. (Foto Credit: Volker Goebel, TSV-Heiligenrode)

Bei KM 8 und 180 Puls noch ein gequältes Lächeln auf den Lippen. (Foto Credit: Volker Goebel, TSV-Heiligenrode)

Kurz vor dem Ziel galt es dann noch mal alles zu geben. „Kleiner giftiger Anstieg“ und „The Hell“ – so steht’s in der Karte. Wie wahr. Selten habe ich bei einem Lauf so beissen müssen – es war der Hammer. Aber schön zu wissen, was geht – der Puls war jedenfalls auf Anschlag…

Puls

Wenn es auch gestern keine Bestzeit gab, für den Highscore bei der Herzfrequenzanalyse und Platz 5 in meiner Altersklasse hat es gereicht.

13 Kommentare

  1. Comment by Daniel

    Daniel 13. Juni 2015

    14 Minuten anaerob – ich denke es ist an der Zeit deine HFMax neu zu bestimmen … mit so einer Leistung solltest Du eher Leistungssport betreiben :-)

    Wirklich eine krasse Leistung bei dem Wetter – ich habe mit Hitze nicht wirklich große Probleme, allerdings gibt es angenehmere Dinge als ein Tempo-WK um die 30°C :-)

    • Comment by Martin

      Martin 13. Juni 2015

      Da hast du wohl recht. Die HF-Bereiche passen nicht so ganz. Obwohl – gefühlt war das so! :hehehe:

  2. Comment by Sebastian

    Sebastian 13. Juni 2015

    Meine HF darf ich nun nach dem WK gestern auch neu bestimmen. 189 war eigentlich meine HFmax, aber bin auf nen Schnitt von 94% und Maximalwert von 194 gekommen ;). Das lohnt sich die Leistungsdiagnostik im nächsten Monat.

    • Comment by Martin

      Martin 13. Juni 2015

      Wo machst du diese Leistungsdiagnostik?

  3. Comment by Mario

    Mario 13. Juni 2015

    Laufen denn immer sowenig in Deiner Altersklasse mit?

    • Comment by Martin

      Martin 13. Juni 2015

      :razz:

      Lümmel!

    • Comment by Thomas (Harlerunner)

      Thomas (Harlerunner) 15. Juni 2015

      … wenn man bei der TK ist, oder? Meine KK lehnt solche „freiwilligen Untersuchungen“ ab bzw. bezuschusst sie nicht. :(

      • Comment by Martin

        Martin 15. Juni 2015

        Ich letztes Jahr vor dem Marathon eine sportmedizinische Untersuchung machen lassen. Die wurde bezuschusst. Aber eine Leistungsdiagnostik ist dann doch eher etwas anderes.

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