Ja, ich weiß was ihr denkt. Auf solche Überschriften kommt man nur mit ausreichend Restalkohol. Womit wir fast beim Thema sind: Die üblichen Vorsätze für das neue Jahr, die sowieso nie eingehalten werden. Weniger Alkohol, gesünderes Essen, mehr Laufen, mehr Ausgleichstraining – ihr kennt das. Die Liste lässt sich beinahe endlos fortführen.

Mal ehrlich: Ich lese diese Rückblicke ganz gerne, und mich dünkt, dass wir uns alle im selben Dilemma befinden. Die wenigsten Vorsätze halten wir ein. Im Grunde genommen ist das auch gut so, sonst wüssten wir nicht, was wir uns im folgenden Jahr vornehmen sollen. Beispiele gefällig?

Train hard to get more lauch

Die absolute Paradedisziplin, bei der ich die besten Voraussetzungen mitbringe. Bis zum Ende des vergangenen Jahres habe ich ausreichend an Gewicht zugelegt, denn schließlich sollen sich die Neujahrsvorsätze auch lohnen.

Ich sag’s mal so. Ich war schon mal disziplinierter. Zum Glück ist bis zum Frühling noch etwas Zeit. Da müssen locker fünf Kilo runter. Lauch statt Presswurst ist nicht nur gesünder, sondern sieht auch besser aus. Funktioniert bei mir übrigens nur mit absolutem Alkoholverzicht, um auf den einleitenden Satz des Beitrages zurückzukommen. Okay, soweit völlig unspektakulär. Hier bin ich sicher nicht allein mit meinem Vorhaben.

Re-Reset, oder: Aufräumen mit den Vorsätzen vom letzten Jahr

Vor ziemlich genau 11 Monaten habe ich euch schon mal mein Läuferherz ausgeschüttet, und zwar hier in diesem Beitrag. Ziemlich viel Text, ziemlich viele Vorsätze. Ausgelöst durch die Verletzung im Knie. Weniger und kürzere Strecken laufen wollte ich und an weniger Wettkämpfen teilnehmen. Okay, das mit den Wettkämpfen hat geklappt. Nicht eine Startlinie hat mich gesehen. Am Ende des Jahres stehen allerdings mehr als 2200 Kilometer auf der Habenseite – nur 2018 bin ich mehr gerannt. Das zum Thema “weniger laufen”.

Im Grunde ist 2021 sogar eines meiner besten Laufjahre gewesen. »WHAT? Welchen Lack hat der denn gesoffen?« werdet ihr euch fragen. »Der ist doch nicht einen kümmerlichen Wettkampf gelaufen. Wie kommt der denn da drauf, ausgerechnet dieses erneute Seuchenjahr so exponiert einzuordnen? Der schraubt wohl seine Ansprüche auf Bodenniveau herunter, der feine Herr.«

Ja, nee. So ist es ja nicht. Wie ihr der Grafik entnehmen könnt, konnte ich das gesamte Jahr konstant durchtrainieren. Nicht eine einzige Laufverletzung hat mich ereilt. Wie es zu dem glücklichen Umstand – gerade nach der Kniegeschichte – kam, kann ich nicht so genau sagen. Selbst lange Läufe um die 30 Kilometer mit viel Höhenmeter “überlebe” ich ohne Probleme. Ihr ahnt, was jetzt kommt. Oder?

Niemand hat die Absicht einen Ultra zu laufen

Man achte auf die Wortwahl oder frei nach dem Motto: Auf einem Bein kann man nicht stehen. Ich freue mich wie Bolle, dass ich im April beim Bilstein Marathon zum dritten Mal die Ultradistanz laufen werde. Soweit zu dem einen Bein. 2019 war ich beim Supermarathon am Rennsteig angemeldet, doch das Abenteuer musste leider aufgrund einer Verletzung ohne mich stattfinden. Neben Bein Nr. 2 habe ich also noch eine Rechnung offen. Mein Mauszeiger kreist daher immer enger um den Anmeldebutton…

Mehr Pfützencontent

Ein Vorsatz, den ich ganz sicher einhalten werde, soll am Ende dieses Beitrags nicht unerwähnt bleiben. Auch im Jahr 2022 wird die ein oder andere Pfütze dran glauben müssen. So schließt sich der Kreis und die zugegeben etwas seltsame Überschrift ergibt am Ende doch noch einen Sinn. Matsch better ist es, wenn wir alle wieder zusammen über die Trails, durch Matsch und Pfützen, mit Up- und Downhills rennen können. Ich freu mich. Bis dahin – bleibt gesund!

10 Kommentare

  1. Comment by Sebastian

    Sebastian Antworten 3. Januar 2022

    Frohes neues und gesundes Jahr, Martín! Mit dem Rennsteig liebäugle ich auch schon eine Weile. Gleich mal checken.

    Grüße

    Sebastian

    • Comment by Martin

      Martin Antworten 3. Januar 2022

      Hi Sebastian. Dir auch ein gesundes neues Jahr.
      Ich bin noch nicht ganz sicher, ob so kurz nach dem BiMa ein weiterer Ultra sinnvoll ist. Andererseits: Wenn man eh gerade im Training ist… :hehehe:

  2. Comment by ultraistgut

    ultraistgut Antworten 3. Januar 2022

    Hi, liest sich gut, stressfrei – das Lauf Jahr kann beginnen ! Das Wichtigste jedoch aus meiner Sicht, dass die Freude am Laufen immer und ewig erhalten bleibt, man sich nicht kaputt läuft, von einem Wettkampf zum anderen treibt, das tut, was einem guttut !

    Dann mal los zum Rennsteig, eigentlich ein Muss für jeden Läufer, den ich natürlich auch in meinem Repertoire habe.

    Viel Glück für 2022 – bleib gesund !

    • Comment by Martin

      Martin Antworten 3. Januar 2022

      Hi Margitta. Stressfrei ist das A und O. Im Grunde war ich auch noch nie der Wettkampf-Touri. Schon allein, weil ich keinen Bock habe, für einen Lauf quer durch Deutschland zu eiern. Berlin und Frankfurt mal ausgenommen.

      Nun, der Rennsteig ist wohl Pflicht. Dass du den schon abgefrühstückt hast, war ja klar. ;)

      Dir auch alles Gute!

  3. Comment by Oliver

    Oliver Antworten 4. Januar 2022

    Hi Martin, ein Jahr verletzungsfrei spricht doch durchaus für sich, bzw. für die richtige Dosis Sport. Bleib stressfrei und entspannt, dann macht das Laufen weiterhin Spaß. Und … “Projekt Lauch”, da war doch mal was? ;-)
    Viel Erfolg bei deinen Vorhaben für 2022 und bleib gesund!

    • Comment by Martin

      Martin Antworten 4. Januar 2022

      Hi Oliver,
      da war was? Kann ich mich gar nicht dran erinnern. Ich bin mittlerweile AK 55. Da nehmen nicht nur die Muskeln, sondern auch die Hirnzellen ab. :hehehe:

      Dir auch alles Gute und viel Gesundheit!

  4. Comment by Andreas

    Andreas Antworten 7. Januar 2022

    Hallo Martin,

    alles Gute für das neue Jahr, und dass es auch wieder verletzungsfrei bleiben möge (bei mir hat das ja nicht ganz so geklappt, aber 2022…) !

    Ich glaube „stressfrei“ ist das Zauberwort für eine Laufsaison ohne Verletzungen und mit einer Menge Spaß und Lauffreude.

    Bin schon gespannt, was du von deinen Ultras (Plural?) berichten wirst.

    Schöne Grüße aus Berlin
    Andreas

    • Comment by Martin

      Martin Antworten 8. Januar 2022

      Hi Andreas,
      ebenfalls noch alles Gute.

      Gut, dass du auf die Ultras gespannt bist – ich erst! Ich bin heiß wie Frittierfett und kann es kaum erwarten. Logisch, dass es hier wieder einen Bericht gibt.

      Was steht denn bei dir an dieses Jahr?

  5. Comment by Eddy

    Eddy Antworten 8. Januar 2022

    Yeah! Mehr Matsch bitte! Ich bin ja schon angefixt von Deinen (fast) täglichen Facebook-Posts und den Highlight-Fotos. Aber noch lieber will ich die natürlich hier im Blog sehen – und kommentieren. Also: gimmemore, gimmemore, gimmemore.

    Ahso, und natürlich happy new year und viel Erfolg für alles, was da kommen mag!!

    • Comment by Martin

      Martin Antworten 8. Januar 2022

      Matschbilder? Nun, um es mal wie Freddie Frinton zu sagen: “I’ll do my very best!”

      Happy New Year, Mr. Eddie.

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